16.03.2016

REVIEW: SOLID STATE MÄNNER-PARFUM


Links: Solid State Voyager / Rechts: Burberry Brit Rhythm

Schuldig. Ich liebe Parfums. Ob für ein lang erwartetes Date, ein wichtiges Meeting auf der Arbeit oder für einen Städtetrip, bei besonderen Anlässen dürfen sie einfach nicht fehlen. Parfums für Männer gibt es in unheimlich vielen Variationen, was es einem als Mann ganz schön schwer macht, den richtigen Duft für sich zu entdecken. Schon länger hatte ich geplant, eine ausführliche Männer-Parfum Review zu machen und habe dazu endlich einen guten Anlass bekommen. Über Instagram habe ich von Solid State erfahren, einem Start-Up aus Australien. Die Idee: Männer-Parfum in praktischer Reisegröße. Schlicht im Design und doch für den Mann von Welt. Für diesen Beitrag wurde mir freundlicherweise ein Sample zur Verfügung gestellt. Insgesamt gibt es bisher drei verschiedene Varianten des Reisebegleiters: Voyager, Journeyman und Wayfarer. Sie alle vereinen unterschiedliche Kopf-, Herz- und Basisnoten und stellen somit drei verschiedene Typen dar. Zwar hätte ich gerne alle ausprobiert, bisher hat mich jedoch nur die Variante Voyager mit den Duftnoten Leder, Rose und Moschus erreicht. Eine interessante Kombination, wie ich finde.

Der erste Eindruck

Zugegeben, ich war im ersten Moment etwas überrascht. Ich wusste zwar, dass die Parfums allesamt ausschließlich in Reisegröße produziert werden, hätte mir das Produkt trotzdem etwas größer vorgestellt. Auch hatte ich nicht gewusst, das es sich hierbei nicht um ein Parfum zum Sprühen handelt. Nein, die Solid State Männer-Parfums kommen als eine Art feste Masse, die bei Hautkontakt schmilzt. Vom Aussehen her erinnern sie deshalb stark an Lippenbalsam, woran man sich erst einmal gewöhnen muss. Beim Aufmachen kommt einem direkt der starke Duft entgegen. Dezent ist das nicht unbedingt. Alles in allem war mein erster Eindruck negativ geprägt. 

Der Duft

Leder, Rose und Moschus. Die erstgenannte Duftnote kenne ich bereits von meinem Lieblingsparfum Burberry Brit Rhythm. Dieses Männer-Parfum vereint diese Kopfnote jedoch mit Zedernholz und riecht etwas dezenter und meiner Meinung nach weicher als der Konkurrent von Solid State. Letzteres Männer-Parfum kombiniert den maskulinen Duft von Leder und den weichem Duft von Rosen, was für mich eine einzigartig gute Kombination darstellt. Der Moschusgeruch kommt (zum Glück) kaum hervor. Ich persönlich würde den Duft als männlich, anregend und vitalisierend beschreiben. Übrigens täuscht die kleine Größe: Die Männer-Parfums von Solid State sind auf Grund fehlender Wasserzugabe sehr hoch konzentriert, weshalb die Nase zunächst von der Intensität gar überfordert ist. 

Das Auftragen

Wie eben schon erwähnt schmilzt die Masse sofort leicht an, sobald man den Finger darauf legt. Das macht es einfach, eine kleine Menge aus dem Behälter heraus zu nehmen und aufzutragen. Die Männer-Parfums von Solid State kommen in der Travel-Size. Wegen der hohen Duftkonzentration empfiehlt sich jedoch eine kleine Portion ohnehin. Für gewöhnlich trage ich Parfum an Handgelenk und Nacken auf. Wieso ist dieses Männer-Parfum aber nicht zum Aufsprühen, wenn es doch extra für Reisen konzipiert wurde? Meine größte Sorge war, dass das Auftragen fettige Rückstände am Finger hinterlässt, was natürlich absolut unvorteilhaft ist, wenn man unterwegs ist. Dies hält sich zu meinem Erstaunen jedoch relativ in Grenzen, da das balsamähnliche Männer-Parfum ziemlich gut einzieht und so auch auf den Fingern kaum Rückstände hinterlässt. Dies ist sehr gut gelöst worden und liegt vermutlich daran, dass viele natürliche Zutaten, wie Bienenwachs und Shea Butter verwendet werden. So wird der Haut zusätzlich Feuchtigkeit gespendet. Der Duft verfliegt erst nach einer ganzen Weile.

Fazit

Nachdem mein anfänglicher Eindruck eher negativ gewesen ist, bin ich doch recht überzeugt von dem praktischen Reisebegleiter. Die Größe hat nur Vorteile, das Parfum ist leicht und passt sogar in den Geldbeutel. Wegen der hohen Duftkonzentration ist dieses Männer-Parfum auch ziemlich ergiebig und freut seinen Besitzer lange Zeit. Auch sollen die Solid State Produkte nicht an Tieren getestet worden sein, was zwar eine Selbstverständlichkeit sein sollte, es in der Branche aber noch lange nicht ist. Vom Duft bin ich durchaus überzeugt, wobei mir die Intensität doch sehr auf die Nase schlägt. Dieser hätte meiner Meinung nach dezenter sein können. An das Auftragen per Hand muss ich mich mit Sicherheit noch gewöhnen, aber auch hier freut mich, dass kaum Rückstände auf der Hand bleiben. Den Preis finde ich mit umgerechnet 30€ in Ordnung, würde das Männer-Parfum am Ende des Tages wohl aber eher als Geschenk erwerben.

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Patrick


     



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